Eine Zusammenstellung von Metallgefässen und Kochutensilien aus Metall.

Vortrag: Die Beutezüge der Germanen Mitte des 3. Jahrhunderts n. Chr.

Vortrag von Dr. Richard Petrovszky

Immer wieder kamen und kommen bei Ausgrabungen und Kiesbaggerarbeiten größere Fundgruppen von Metallgefäßen und Münzen ans Tageslicht, die Mitte des 3. Jahrhunderts n. Chr. verloren oder verborgen wurden. So ist zum Beispiel der römische Hortfund aus dem Altrhein bei Neupotz weit über die Grenzen von Rheinland-Pfalz hinaus berühmt: Als größter Metallfund der Römerzeit berichtet er von den Ereignissen in der Mitte des 3. Jahrhunderts, die das Römische Reich ins Wanken brachten. Einfälle germanischer Gruppen haben damals nicht nur den Oberrhein unsicher gemacht, sondern bis nach Südfrankreich und Nordspanien für Angst unter der Bevölkerung gesorgt. Bei der Überquerung des Rheins zurück ins „Barbaricum“ geriet so manches mit Beute beladenes Floß ins Wanken und der Rhein holte sich die Schätze – die oft erst 1700 Jahre später wieder ans Licht kamen. Wie Perlen an einer Schnur reiht sich in der Südpfalz Fundplatz an Fundplatz: Otterstadt, Lingenfeld, Neupotz, Hagenbach – die Liste lässt sich noch fortsetzen.

Der Archäologe Dr. Richard Petrovszky nimmt Sie mit auf eine Zeitreise ins 3. Jahrhundert n. Chr. und zeigt die Zusammenhänge dieser außergewöhnlichen Fundgruppe auf. Als Spezialist für antike Metallgefäße und ehemaliger langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Römerzeit am Historischen Museum der Pfalz in Speyer kennt er wie kein Zweiter diese besondere Fundgruppe.

Ort: Kleines Kulturzentrum Rheinzabern, Hauptstraße 45, 76764 Rheinzabern

Beginn: 19 Uhr

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Das Foto zeigt den sogenannten Küchenfund von Rheinzabern, der 1882 entdeckt wurde. Das Ensemble enthält Kochgerät und Metallgefäße und wurde damals vom Historischen Verein der Pfalz in Speyer angekauft. Bildrechte: Historisches Museum der Pfalz Speyer, Fotograf: Peter Haag-Kirchner.

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