Der Pamina-Rheinpark e.V. hatte schon vor einiger Zeit Museen und Besucherzentren in der Region aufgerufen, ihre Ideen für neue Projekte im Rahmen des Programms INTERREG VI einzubringen. Gerne waren wir vom Terra-Sigillata-Museum mit dabei, denn zu tun gibt es Einiges – und Fördergelder sind stets eine willkommene Hilfe bei den vielen anstehenden Arbeiten. Aus den eingereichten Projektideen verschiedener Träger wurde dann vom Verein mit Sitz in Ottersdorf ein Gesamtprojekt geschmiedet. Neben dem Terra-Sigillata-Museum beteiligen sich auch das Ziegeleimuseum Jockgrim, das Informationszentrum Hördter Rheinaue und drei weitere Bildungsorte im deutsch-französischen Bereich. Der Antrag wurde im Programm INTERREG VI bei der EU eingebracht.

Inhaltlicher Fokus im Terra-Sigillata-Museum ist der Ausbau der französischsprachigen Vermittlungsarbeit. Bisher sind die Texte der Dauerausstellung nämlich alle in deutscher Sprache gehalten. Französischsprachige Besucher bekommen eine Mappe mit sehr guten Übersetzungen als ausgedruckte Handreichung mitgegeben, was in der Praxis aber doch eher umständlich ist. Das soll sich ändern: In den nächsten Jahren sollen mehrsprachige Raum- und Objektbeschriftungen sowie ein französischsprachiger Audioguide entstehen, die die Besuchenden in ihrer Muttersprache mitnehmen auf eine Reise ins römische Tabernis. Auch die noch ganz neue Homepage bekommt ein französischsprachiges Geschwisterchen. Im Rahmen des Projekts, das bis 2028 läuft, soll auch eine neue Medienstation erarbeitet werden – selbstverständlich ebenfalls mehrsprachig.
Das Terra-Sigillata-Museum bedankt sich für die tolle Unterstützung beim Antragsteller, dem PAMINA-Rheinpark e.V., und bei der zuständigen Kontaktstelle der SGD Süd in Neustadt.
In der Pressemeldung des Pamina-Rheinpark e.V. heißt es:
PAMINA RHEINPARK kann dank EU-Förderung neue Projekte fortsetzen
Der Begleitausschuss des Programms INTERREG VI Oberrhein hat in seiner letzten Sitzung 2025 dem Antrag auf Förderung des PAMINA Rheinpark-Projekts „Zukunftsweisende Entwicklung des Rheinparks durch Schaffung weiterer Begegnungs- und Bildungsstätten“ stattgegeben, informierte Carsten Gabbert, Regierungspräsident und Vorsitzender des Gremiums.
Hoch erfreut zeigte sich der Geschäftsführende Vorstand des Pamina-Rheinpark e.V., Claus Haberecht, über die hohe Fördersumme von insgesamt 217.718,52 Euro. Diese Förderung wird für die sechs Teilprojekte Terra Sigillata Museum in Rheinzabern, Bildungsstätte Guerres Historiques in Fort Louis (F), eine Ausstellung im Forsthaus im pfälzischen Hördt, für das Ziegeleimuseum in Jockgrim, das Museum Siedlungsgeschichte in Rheinstetten-Neuburgweier, das Museum in Rheinau (Ortenau) sowie für Marketing-Aktivitäten des PAMINA Rheinpark e.V. verwendet.
Der PAMINA Rheinpark ist mit über 1100 qkm das größte nachhaltige Freizeit- und Naturprojekt am Oberrhein. Er erstreckt sich von Rheinau (D) und Gambsheim/Killstett (F) bis nach Hördt (Pfalz) und Eggenstein/Leopoldshafen (Baden) – und umfasst derzeit 14 thematische Museen, zwei Naturschutzzentren, neun Entdeckertouren und über 260 km grenzüberschreitende Radwege.
Die Geschäftsstelle des Vereins, dem 34 Gebietskörperschaften (Landkreise, Kommunen) angehören, befindet sich im Riedmuseum in Rastatt-Ottersdorf.